Erfahrungsbericht: Venlafaxin und Psychotherapie bei Angststörung

Mein Name ist Sebastian, ich bin Anfang 30, und ich leide seit mehreren Jahren an einer generalisierten Angststörung mit phasenweisen Panikattacken. Lange Zeit habe ich versucht, meine Ängste alleine in den Griff zu bekommen – durch Ablenkung, Sport, Vermeidung bestimmter Situationen. Rückblickend hat das alles nur kurzfristig geholfen und die Angst eher aufrechterhalten.

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Ausgangssituation

Bevor ich mit Venlafaxin einem Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer habe, war mein Alltag stark eingeschränkt. Ich hatte fast ständig ein diffuses Angstgefühl, innerliche Unruhe, Herzklopfen und eine dauernde gedankliche Anspannung. Besonders belastend waren meine Grübelspiralen und die Angst vor der Angst. Schlaf war unruhig, Erholung kaum möglich. Beruflich funktionierte ich noch, aber innerlich war ich oft am Limit. 

Parallel dazu begann ich eine ambulante Psychotherapie (kognitive Verhaltenstherapie). Obwohl mir die Gespräche halfen, hatte ich die Erfahrungen gemacht, emotional kaum Zugang zu den Übungen zu bekommen – die Angststörung war einfach zu dominant.

Entscheidung für Venlafaxin

Nach mehreren Gesprächen mit meiner Psychiaterin entschieden wir uns, Venlafaxin zusätzlich zur Psychotherapie einzusetzen. Mir war wichtig, dass das Medikament kein „Ersatz“ für die Therapie sein sollte, sondern eine Unterstützung. Ich hatte großen Respekt vor Antidepressiva, vor allem wegen möglicher Nebenwirkungen und der Angst, „nicht mehr ich selbst zu sein“.

Wir starteten mit einer niedrigen Dosis von 37,5 mg, später wurde langsam auf 75 mg gesteigert.

Erste Wochen – Nebenwirkungen und Zweifel

Die ersten zwei bis drei Wochen waren ehrlich gesagt schwierig. Ich hatte vermehrte Unruhe, leichtes Zittern, Schwitzen und zeitweise Übelkeit. Mein Schlaf war anfangs sogar etwas schlechter. In dieser Phase hatte ich mehrfach Zweifel, ob das Medikament das Richtige für mich ist.

Was mir geholfen hat, war die enge Begleitung durch meine Ärztin und das Wissen, dass diese Anfangsphase bei Venlafaxin nicht ungewöhnlich ist. Auch in der Therapie wurde viel Raum für diese Unsicherheiten gelassen.

Wirkung und Erfahrung nach einigen Wochen

Nach etwa vier bis sechs Wochen bemerkte ich eine langsame, aber klare Veränderung. Die Angststörung war nicht weg – aber sie war leiser. Dieses permanente Grundrauschen im Kopf wurde schwächer. Körperliche Angstsymptome traten seltener auf und waren weniger intensiv.

Ein wichtiger Punkt: Ich fühlte mich nicht „gedämpft“ oder emotional abgestumpft. Im Gegenteil – ich hatte wieder mehr mentale Energie. Genau das machte die Psychotherapie plötzlich viel wirksamer.

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Kombination mit Psychotherapie

Der größte Gewinn für mich war die Kombination aus Venlafaxin und Therapie. Durch die medikamentöse Stabilisierung konnte ich mich erstmals wirklich auf Konfrontationsübungen, Gedankenprotokolle und das Aushalten von Unsicherheit einlassen. Früher war ich davon sofort überfordert.

Ich habe gelernt:

  • Angstgefühle auszuhalten, ohne sofort zu reagieren

  • meine Katastrophengedanken realistischer einzuordnen

  • körperliche Symptome nicht mehr automatisch als Gefahr zu interpretieren

Venlafaxin hat mir dabei nicht die Arbeit abgenommen, aber es hat mir den nötigen Abstand zur Angst gegeben.

Nebenwirkungen im Langzeitverlauf

Langfristig hatte ich nur noch wenige Nebenwirkungen. Leichtes Schwitzen und gelegentlich verminderter Appetit blieben, waren für mich aber gut auszuhalten. Wichtig war, die Einnahme wirklich regelmäßig zur gleichen Zeit zu machen – sonst habe ich schnell Absetzsymptome wie Schwindel oder „Brain Zaps“ bemerkt.

Mein Fazit

Venlafaxin war für mich kein Wundermittel, aber ein sehr hilfreiches Werkzeug. Ohne die begleitende Psychotherapie hätte es vermutlich nicht denselben Effekt gehabt. Umgekehrt hätte ich ohne das Medikament die Therapie nicht so effektiv nutzen können.

Heute geht es mir deutlich besser. Ich kann wieder reisen, soziale Situationen genießen und mit Stress wesentlich gelassener umgehen. Die Angststörung ist nicht verschwunden, aber sie bestimmt nicht mehr mein Leben.

Ich habe gelernt: Hilfe anzunehmen – auch in Form von Medikamenten – ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortung sich selbst gegenüber.

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ÜBER DEN AUTOR

Autor

Max Mustermann

Max Mustermann ist Experte für Online-Marketing und hat bereits zahlreiche Projekte aufgebaut in denen er sein Wissen unter Beweis gestellt hat. In diesem Blog erfährst du mehr über seine Expertise.

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